ASPARTAM
Einführung
Aspartam ist ein künstlicher Süßstoff, ein Aminosäure-Dipeptid-Derivat. Es wurde 1965 von Chemikern bei der Entwicklung von Medikamenten gegen Magengeschwüre entdeckt. Zu seinen Vorteilen zählen die geringe Dosierung, die hohe Süßkraft, der gute Geschmack, die Möglichkeit, den Geschmack von Zitrusfrüchten und anderen Früchten zu verbessern, der reduzierte Kaloriengehalt, die fehlende Kariesverursachung und die geringere Toxizität im Vergleich zu synthetischen Süßstoffen wie Saccharin.
Chemische Eigenschaften
Weißes, kristallines Pulver, geruchlos, stark süß, 100- bis 200-mal süßer als Saccharose. Schmelzpunkt 235 °C (Zersetzung). Besitzt die typischen Eigenschaften von Aminosäuren. Stabil unter trockenen Bedingungen oder im pH-Bereich von 2 bis 5. In stark saurer wässriger Lösung hydrolysiert es zu monomeren Aminosäuren.
VERWENDEN
Aspartam ist ein synthetisches Dipeptid aus L-Asparaginsäure und L-Phenylalanin. Es wird vom menschlichen Körper vollständig aufgenommen und verstoffwechselt. Aspartam ist ungiftig, unbedenklich und sicher. Sein Geschmack ist rein und erfrischend. Es schmeckt ähnlich wie Saccharose, ist aber 200-mal süßer und enthält nur 1/200 der Kalorien von Saccharose. Regelmäßiger Verzehr schädigt weder die Zähne noch den Blutzuckerspiegel und führt nicht zu Übergewicht, Bluthochdruck oder koronaren Herzkrankheiten. Aspartam wird in vielen Lebensmitteln, Nebenprodukten und Getränken zugesetzt; es gibt über 4.000 verschiedene Sorten. Es eignet sich als Lebensmittelzusatzstoff und als nahrhafter Süßstoff mit hoher Süße.






