Kreatin
Einführung
Kreatin, auch bekannt als α-Methylmethylessigsäure, ist ein natürlicher Nährstoff, der im menschlichen Körper vorkommt. Es kann außerdem in Leber, Niere und Pankreas aus Arginin, Glycin und Methionin synthetisiert werden: Unter der Katalyse des renalen Arginin-Glycin-Transenzyms wird die Benzylgruppe des Arginins auf Glycin übertragen. An der Aminogruppe entsteht Essigsäure. Anschließend wird in der Leber durch die Methyltransferase die Methylgruppe des S-Adenosins von Methionin auf Essigsäure übertragen, wodurch Kreatin entsteht.
Chemische Eigenschaften
Prismatische Kristalle. Der Schmelzpunkt liegt bei 303 °C und die relative Dichte bei 1,33. Löslich in siedendem Wasser und 98%iger Essigsäure, schwer löslich in Ethanol, unlöslich in Ether und Buttersäure.IIn wässriger Lösung wird es mit Quecksilberacetat bei Raumtemperatur zu Methylacetat umgesetzt, wobei schließlich Methylamin und Oxalsäure entstehen.
VERWENDEN
Kreatin hat grundlegende Funktionen: Es erhöht den Wassergehalt der Muskelzellen, unterstützt deren Energiespeicherung und fördert die Proteinsynthese. Synthetisch hergestelltes Kreatin kann unter anderem dazu beitragen, die Anpassung der Knochenmuskulatur an intensive Belastung zu verbessern und der Ermüdung geschwächter Personen entgegenzuwirken. Darüber hinaus findet es Verwendung in Medikamenten zur Behandlung von Herzerkrankungen und Ateminsuffizienz, in pharmazeutischen Präparaten mit Wachstumshormonen sowie in neuen, gesunden Lebensmitteln mit Anti-Aging- und regenerativer Wirkung.





