INOSITOL
Kurze Einführung
Inositol, auch bekannt als Cyclohexanol, Hexahydroxycyclohexan, Cyclohexylitol, Fleischmuskelzucker und Nicht-Spin-Inositol, gehört zu den B-Vitaminen. Aufgrund der unterschiedlichen Orientierung der Hydroxylgruppe im Ring existieren insgesamt neun Isomere, davon sieben Nicht-Spin- und zwei Spin-Isomere (Levorot- und Dextrose-Inositol). Es kommt in allen biologischen Geweben in freier oder gebundener Form vor und ist ein häufiger Bestandteil von Tier- und Pflanzenzellen. Mikroorganismen im Verdauungstrakt können es synthetisieren. Inositol ist am Zucker- und Fettstoffwechsel beteiligt.
Chemische Eigenschaften
Weißes, kristallines Pulver, geruchlos und süß. Relative Dichte 1,752 bzw. 1,524, Schmelzpunkt 225–227 °C bzw. 218 °C, Siedepunkt 319 °C. Löslich in Wasser, schwer löslich in Ethanol, Eisessig, Ethylenglykol und Glycerin, unlöslich in Ether, Aceton und Chloroform. Es ist luftstabil, beständig gegen Hitze, starke Säuren und Laugen, neigt aber zur Feuchtigkeitsaufnahme.
VERWENDEN
Als Nahrungsergänzungsmittel hat es eine ähnliche Wirkung wie Vitamin B1. Es fördert den Zellstoffwechsel, verbessert die Zellernährung, unterstützt die Entwicklung, steigert den Appetit und stärkt die körperliche Kraft. Zudem beugt es der Fetteinlagerung in der Leber vor, beschleunigt den Abbau von überschüssigem Fett im Herzen und wirkt synergistisch mit Cholin lipotisch. Daher wird es zur Vorbeugung von Leberverfettung und Leberzirrhose eingesetzt.






