L-Glutamin
Einführung
L-Glutamin ist auch als Glutenamid und L-Glutaminsäure-5-amid bekannt. Es liegt als weißes, nadelförmiges Kristall oder Pulver vor. Das Molekulargewicht beträgt 146,15 g/mol. Der Schmelzpunkt liegt zwischen 184 und 185 °C. L-Glutamin ist in Wasser löslich, jedoch unlöslich in Methanol, Ethanol, Ether, Benzol, Aceton, Chloroform und Ethylacetat (Chemicalbook). Es ist in neutraler Lösung stabil. In Säure oder heißem Wasser zersetzt es sich leicht zu Glutaminsäure oder verestert zu Pyrrolcarbonsäure. Es ist geruchlos, hat aber einen leicht süßlichen Duft. Im Körper wird es zu Hexesamin umgewandelt, welches als Vorstufe für die Synthese muköser Proteine die Heilung von Magengeschwüren fördert. Es wird hauptsächlich zur Behandlung von Magen-Darm-Geschwüren eingesetzt.
Chemische Eigenschaften
Farblose, nadelförmige Kristalle; geruchlos und geschmacklos; löslich in Wasser (Löslichkeit in 25 °C warmem Wasser: 3,6 %), schwer löslich in Ethanol, unlöslich in Ether, Methanol, Benzol, Aceton, Chloroform, Ethylacetat und Eisessig; instabil gegenüber Hitze, Säuren und Laugen, hydrolysiert leicht zu L-Glutaminsäure
VERWENDEN
Es wird für die biochemische Forschung verwendet. In der Medizin findet es Anwendung bei Magengeschwüren, psychischen Störungen, Alkoholvergiftungen, Hirnfunktionsstörungen bei Epilepsiepatienten und anderen Erkrankungen. Außerdem wird es zur Verbesserung der geistigen Entwicklung von Kindern eingesetzt.





