Vitamin A
Kurze Einführung
Vitamin A umfasst die Vitamine A1 und A2. (Vitamin A1 und A2 sind strukturell ähnlich.) Retinol kann aus pflanzlichem Beta-Carotin synthetisiert werden. Unter der Katalyse von β-Carotin-15,15'-Peroxidase (Bioxygenase) im Körper wird Beta-Carotin in zwei Moleküle Retinaldehyd (Ratinal) umgewandelt. Retinaldehyd wird anschließend durch Reduktase zu Retinol reduziert. Daher wird Beta-Carotin auch als Vitamin A bezeichnet.
Chemische Eigenschaften
Vitamin A ist ein gelbes, flockiges Kristall oder kristallines Pulver, unlöslich in Wasser und Glycerin, aber löslich in den meisten organischen Lösungsmitteln wie Alkoholen, Ethern, Kohlenwasserstoffen und halogenierten Kohlenwasserstoffen. Die chemische Bezeichnung des Vitamin-A-Moleküls – Retinol – lautet all-trans-3,7-Dimethyl-9-(2,6,6-trimethyl-1-cyclohexen-1)-2,4,6,8-nontetraen-1-ol und besitzt vier konjugierte Doppelbindungen in seiner Seitenkette.
Physiologische Funktionen und Wirkungen
Vitamin A ist ein fettlösliches Vitamin, dessen physiologische Funktion hauptsächlich in Form von Retinsäure liegt. Carotin ist eine wichtige Quelle für Vitamin A. Die bioaktivste Form von Vitamin A im Carotin ist Beta-Carotin. Die Absorptionsrate im menschlichen Darm beträgt etwa ein Sechstel derjenigen von Vitamin A. Vitamin A wird hauptsächlich in der Leber gespeichert und macht dort etwa 90 bis 95 % des Gesamtvorrats aus; ein geringer Anteil befindet sich im Fettgewebe. Vitamin A spielt eine sehr wichtige Rolle im Stoffwechsel des menschlichen Körpers.






